Leitfaden "Mobbing an Schulen"

Ein Leitfaden für die Schulgemeinschaft im Umgang mit Mobbing

Titelbild des Mobbing-Leitfadens, Darstellung von sieben verschiedenen Rollen, nämlich AssistentInnen, VerteidigerInnen, TäterInnen, Lehrpersonen, Opfer/Betroffene, VerstärkerInnen, ZuseherInnen/Außenstehende

Ein Leitfaden für die Schulgemeinschaft im Umgang mit Mobbing bei SchülerInnen!

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Was ist Mobbing?

Mobbing ist überaus schadhaftes, anti-soziales Verhalten mit lang anhaltenden und weit reichenden negativen Folgen. Jedes zehnte Kind bzw. jeder zehnte Jugendliche in österreichischen Schulen ist Opfer von Mobbing. Es ist eine Form von aggressivem Verhalten, das von einer einzelnen Person oder ganzen Gruppe über einen längeren Zeitraum ausgeführt wird. Ziel ist es, ein oder mehrer schwächere Opfer absichtlich zu schädigen oder zu verletzen.

Merkmale von Mobbing :

  1. schädigendes Verhalten: Körperliches und/oder seelisches verletzendes Verhalten, das offen und/ oder verdeckt abläuft.
  2. Machtungleichgewicht: Ein Kind hat mehr Macht über ein anderes schwächeres Kind, das dieser negativen Beziehung nur schwer entkommen kann.
  3. Wiederholung über einen längeren Zeitraum: Bei Mobbing handelt es sich um einen wiederholten, über einen längeren Zeitraum andauernden Machtmissbrauch in Beziehungen.

Aufgrund des systematischen Auftretens sind die Folgen von Mobbing gravierend. Da das Verhalten nicht von alleine wieder aufhört ist es wichtig, dass Erwachsene konsequent eingreifen. Wir empfehlen Schulen zur Prävention von Gewaltvorkommen in Klassen Maßnahmen zur Verbesserung des Schul- und Klassenklimas. Mittels der Online Instrumente zur Selbstevaluation AVEO-S und AVEO-T kann das Gewaltvorkommen erfasst werden.

 

Auswirkungen und Ursachen

Mobbing mindert das Selbstwertgefühl, fördert Schuldgefühle, schränkt die Handlungsfähigkeit bis zur Handlungsunfähigkeit ein, führt zu Hilflosigkeit und bewirkt dauerhafte psychische und gesundheitliche Beeinträchtigungen.Es wirkt sich negativ auf das Klassenklima aus, beeinträchtigt die Lernleistungen, begünstigt Feindseligkeiten und leistet negativen gruppendynamischen Formierungen Vorschub. Es kommt zu Polarisierungen in Opferrolle und Täterrolle.
Die Ursachen für die Rollenentwicklung (Täter/Opfer) sind vielfältig: Familiäre Situation, sozialer Status, soziale Indikatoren wie Markenbekleidung, bestimmte Verhaltensweisen oder Eigenschaften, Schul/Klassenklima, Gruppendruck,…
  
 
Was tun? Hinschauen und Handeln!

  • Rückhalt und Unterstützung bei Verbündeten in der Klasse/Schule suchen
  • Das Problem ansprechen und mitteilen (Eltern , Lehrern, Schulleitung)
  • Ein Mobbingtagebuch anlegen
  • Die Schulpsychologie (Adressen unter www.schulpsychologie.at) kontaktieren

QUICKINFOS:

Selbstevaluationsinstrumente für Schulen

Informationen zum Thema Cybermobbing: hier