Vernetzungsforum 2009

Am Mittwoch, den 25. November 2009, trafen sich Partnergruppen der Weißen Feder zum zweiten Vernetzungstreffen „Weiße Feder – Gemeinsam für Fairness und gegen Gewalt“ in der Ovalhalle des Museumsquartiers in Wien. Die ganztägige Veranstaltung wurde von Frau Bundesministerin Dr.in Claudia Schmied eröffnet, die die Bedeutung der Initiative „Weiße Feder“ für die Gewaltprävention und Konfliktlösung an österreichischen Schulen hervorhob und einen Überblick über die Teilprojekte der Initiative gab.
 
Im Anschluss referierte Univ.-Prof.in DDr.in Christiane Spiel, Fakultät für Psychologie der Universität Wien, über die aktuelle schulische Herausforderung „Cyber-Bullying“. Unter der Bezeichnung „Cyberbullying“ werden negative Verhaltensweisen subsumiert, die über einen längeren Zeitraum mit Hilfe von neuen Medien (z.B. Computer, Mobiltelefon, etc.) mit dem Ziel durchgeführt werden, einer Person absichtlich Schaden zuzufügen, sie systematisch fertig zu machen oder zu quälen. Frau Spiel verwies in ihrem Referat auf internationale wie auch nationale Studien und stellte Initiativen vor, mit diesem wachsenden Problem umzugehen.
 
Projektleiterin Frau Dr.in Beatrix Haller erläuterte schließlich die Initiative „Weiße Feder“ im Detail und stellte die Mitglieder der Steuerungsgruppe und LeiterInnen der Teilprojekte vor, ehe die Veranstaltung in die Vernetzungsphase ging.
Der Nachmittag stand im Zeichen der aktiven Vernetzungsarbeit. Partnergruppen der „Weißen Feder“ (SchülervertreterInnen, ElternvertreterInnen, LehrergewerkschafterInnen, SchulpsychologInnen, SchulärztInnen, BeratungslehrerInnen, Schüler- und BildungsberaterInnen sowie VertreterInnen der Pädagogische Hochschulen, der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Kinder- und Jugendanwaltschaften, der Jugendwohlfahrt, der Polizei, der Arbeiter- und Wirtschaftskammer, der Wissenschaft, der Schulaufsicht und der Ministerien), also all jene Gruppen, die bereits einen wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention in Schulen leisten, widmeten sich in Gruppenarbeiten zentralen Fragen der Vernetzung im Interesse der Kinder und Jugendlichen. Die Ergebnisse wurden schließlich in Form von Interviews mit den einzelnen Partnergruppen ins Plenum gebracht.
 
Abschließend fasste SC Dr. Anton Dobart diese Ergebnisse zusammen und strich das Commitment mit allen anwesenden PartnerInnen hervor: Gewalt in der Schule ist als gesamtgesellschaftliches Phänomen wahrzunehmen, daher ist eine Vernetzung zur effektiven Aktivierung und Nutzung aller Ressourcen der Partnergruppen (im Sinne der Generalstrategie „Gemeinsam gegen Gewalt“) sowie aller Ressourcen der Schulpartner anzustreben. Eine autonome Schule soll ihre eigenen Ressourcen auch gezielt in einzelne standardortspezifische gewaltpräventive Projekte investieren. Insgesamt sind eine stärkere Vernetzung vorhandener Ressourcen sowie der effiziente Einsatz von Ressourcen zur Steigerung der Qualität im System das Ziel.
Die anwesenden Partnergruppen bekannten sich zu einem Aufgabenkatalog, über dessen Erfüllung beim nächsten Vernetzungstreffen „Weiße Feder – Gemeinsam für Fairness und gegen Gewalt“ (im November nächsten Jahres) bilanziert werden soll.
 
Vortrag "Aktuelle schulische Herausforderung Cyberbullying"
 
Zusammenfassung der Ergebnisse des Vernetzungstreffens 2009

QUICKINFOS:

Selbstevaluationsinstrumente für Schulen

Informationen zum Thema Cybermobbing: hier