Liebe Schülerinnen und Schüler!
Liebe Eltern!

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Die Schulpsychologie-Bildungsberatung im Bildungsministerium und in den Bundesländern hilft euch bei euren Laufbahn-Entscheidungen. Denn diese müsst ihr nun mit euren Eltern bzw. Erziehungsberechtigten gemeinsam treffen.

Wie kommt man zu richtigen Entscheidungen?

Ein guter Entscheidungsprozess durchläuft folgende Schritte:

1. Klarheit über eigene Ziele und Werte gewinnen
2. Ideen entwickeln
3. Informationen sammeln
4. Die Alternativen bewerten, Konsequenzen abschätzen
5. Entscheidung treffen
6. Entscheidung umsetzen

Weitere Tipps, Hilfen und Hinweise findet man unter [Broschüren], [Adressen] und [LINKS]
sowie in der Broschüre Bildungswegweiser Österreich.

 

1. Klarheit über eigene Ziele und Werte gewinnen

Bildungs- und Berufsentscheidungen sind Lebensentscheidungen. Sie haben daher auch viel damit zu tun, was einem ganz allgemein im Leben wichtig ist.

Stellt euch gemeinsam mit euren Eltern daher folgende Fragen - ohne dabei gleich an bestimmte Ausbildungen oder Berufe zu denken:

Wichtig sind weiters die Überlegungen:

 Beispiele:
Ich möchte die Matura machen.
Ich interessiere mich für Chemie und möchte möglichst viel darüber lernen.
Ich möchte meine künstlerisch-zeichnerischen Begabungen weiterentwickeln.
Ich möchte in den nächsten Jahren nicht von zu Hause weg.

Was ist euer wichtigstes, zweitwichtigstes, drittwichtigstes... Ziel?
Versucht, eure Ziele der Wichtigkeit nach zu ordnen.

Wer oder was hilft bei diesem Schritt?

2. Ideen entwickeln

Mit all dem, was ihr vorher überlegt habt, könnt ihr nun die konkrete Frage stellen:

Welche Schulen, Ausbildungen und Berufe passen zu mir?

Denkt nicht nur an die Möglichkeiten, an die ihr oder eure Eltern schon immer gedacht habt, sondern versucht, neue Ideen zu entwickeln.

Nehmt euch selbst dabei ernst und alle eure Wünsche und Ideen.

Wer oder was hilft bei diesem Schritt?

Beispiel:
Ich interessiere mich für Computer. Ich wollte bisher nur eine Höhere Lehranstalt für EDV und Organisation besuchen. Ich könnte aber auch die HAK mit der Fachrichtung Informationsmanagement und Informationstechnologie in Erwägung ziehen oder eine Lehre im Lehrberuf IT-Kaufmann machen. Oder ich gehe in eine AHS-Oberstufe mit viel Informatik (z.B. Oberstufenrealgymnasium mit besonderer Berücksichtigung der Informatik).

3. Informationen sammeln

Was soll ich wählen? Um zwischen mehreren Alternativen entscheiden zu können, ist es notwendig, gezielt Informationen zu sammeln:

WAS muss ich noch wissen? (z.B. Kurzinformation, ausführliche Beschreibung, Adressen, Möglichkeiten, weitere Informationsquellen, Beratungsmöglichkeiten)

WO finde ich die benötigte Information bzw. WER kann mir weiterhelfen?

Wer oder was hilft bei diesem Schritt?

Beispiele:

4. Die Alternativen bewerten, Konsequenzen abschätzen

Die gesammelten Informationen müssen persönlich bewertet werden: Welche Folgen hat die Wahl einer bestimmten Ausbildung, welche Möglichkeiten, aber auch welche Anforderungen und Schwierigkeiten?

Wer oder was hilft bei diesem Schritt?

Beispiele:

5. Entscheidung treffen

Wer alle bisherigen Schritte getan hat, kommt sicher zur richtigen Entscheidung.
Nicht nur die "facts" sind wichtig, sondern auch eure Gefühle!

Wer oder was hilft bei diesem Schritt?

Helfen können viele, aber die Entscheidung muss von euch selbst getroffen werden – gemeinsam mit den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten.

 

6. Entscheidung umsetzen

Nachdenken ist gut, aber: Es gibt nichts Gutes –außer man tut es!

Wer oder was hilft bei diesem Schritt?
Jeder in der Familie kann mithelfen, dass die getroffene Entscheidung umgesetzt wird. Die Eltern werden ihr Kind hoffentlich auch dann voll unterstützen, wenn es schließlich eine andere als die ursprünglich gewählte Schule besucht.