Persönlichkeit und Gemeinschaft

Schule und Gesellschaft müssen mehr leisten als Wissensvermittlung und Ressourcenbereitstellung. Wir brauchen die Öffnung zur Partnerschaftlichkeit. Wir brauchen aber ebenso die Förderung und Betonung der Individualtiät. Wir brauchen die Einbettung des privaten Subsystems in den gesamtgesellschaftlichen Rahmen, wir brauchen die Bewusstmachung der individuellen Verantwortung für die eigene Entwicklung und für die Integration der Selbstwerdung im sozialen Kontext.

Persönlichkeitsentwicklung und Persönlichkeitsförderung sind Forderungen, die seit jeher Brennpunkte der Erziehung, Förderung und Bildungsarbeit darstellen.

Neurotisierte Kinder fallen durch ihre aus der Balance geratene Selbstbewertung auf: Entweder sehen sie ihre eigenen Fehler- vielleicht bedingt durch eine mitleidlose, perfektionistischen Erziehungsdrill - überkritisch; oder sie zeigen - vielleicht als innere Schutzmauer gegenüber einer feindseligen Welt oder andererseits auch als Folge einer symbiotischen Nest"hitz" - eine unangemessen hohe Selbsteinschätzung mit ausgeprägter Forderungshaltung gegenüber der Umwelt.

Persönlichkeitsentwicklung und Gemeinschaftsförderung sind nicht nur Ziele für Kinder und Jugendliche, sondern im Verständnis des beständigen Lernens und der immer neuen Herausforderungen auch Aufgaben in jedem Lebensalter. Besonders Lehrerinnen und Lehrer sind als Brücke zwischen Kindheit und Erwachsensein, als Modell der Menschlichkeit und als Kulturvermittler in ihrer Professionalität gefordert.

 

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