Kritikfähigkeit
"Ich kam, sah und irrte"
Eine Broschüre, die dazu auffordert, immer wieder einen zweiten Blick zu wagen, neue Zusammenhänge herzustellen, ungewohnte Perspektiven zu riskieren. Anwendungsmöglichkeiten: Philosophisch-psychologischer Einführungsunterricht, Ethikunterricht, Psychotherapie-Propädeutikum, usw.
fileadmin/upload/persoenlichkeit_gemeinschaft/ich-kam-sah-und-irrte.pdf
Gemeinschaft kann gefährlich werden
Zu diesem Thema gibt es:
- eine Lehrerhandreichung (Informationen, Unterrichtsmaterialien)
- ein Faltblatt (zur Verteilung an Schülerinnen und Schüler)
Über Zielsetzung und Inhalt:
Die Pädagogik ist mit ihrem Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen aufgerufen, durch die Förderung von Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Kritikfähigkeit das Gefährdungspotenzial, das von gefährlichen Gruppierungen ausgeht, einzuschränken. Das Verständnis psychologischer, sozialer, medizinischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Zusammenhänge macht weniger anfällig für eine naive Übernahme abstruser Ideologien und Weltanschauungen.
Auf der individuellen Ebene geht es um das Umgehen mit "sicheren Rezepten oder Handlungsanleitungen", mit der Verwertung von Informationen, ohne Schaden zu nehmen.
Die zwischenmenschliche Ebene berührt das konstruktive Umgehen mit persönlichen Beziehungen und mit Einsamkeit, sodass der "Ausweg" in Sekten/destruktive Kulte nicht nötig ist.
Von der politischen Ebene sind Lösungsansätze für gesellschaftliche Probleme weiterzuentwickeln, damit die "Scheinlösung" der Sekten/Kulte an Attraktivität verliert.
Die Handreichung für LehrerInnen stellt den Ansatz primärer Prävention in den Mittelpunkt, die vornehmlich entwicklungs- und sozialpsychologische und soziologische Aspekte berücksichtigt.
Die Handreichung soll bei der Umsetzung des Themas im Unterricht und für die Planung und Durchführung von Projekten Verwendung finden.
Sie unterstützt und ergänzt vor allem die Plakat- Aktion und das Faltblatt "Gemeinschaft kann gefährlich werden..." an den Schulen.
|
|
Download (Gemeinschaft.pdf - 419 K) [ Herunterladen ] |
Kriterien für eine verantwortungsbewusste Umgangsweise mit neuen Strategien, Lernmethoden und Konzepten der Lebensbewältigung
Die Schule wird heute mehr denn je mit Angeboten der Sinnfindung und Lebensbewältigung konfrontiert. Kriterien für die Beurteilung der Seriosität dieser Angebote sind wichtig. Die folgenden 10 kritischen Fragen sollten Anbieter zufrieden stellend beantworten können.
- Verspricht der Ansatz Lösungen für alle oder einige Probleme?
- Wie sieht das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis aus?
- Was soll erforscht werden bzw. wurde bisher erforscht? Wie brauchbar ist die Theorie für die Praxis? Was soll entsprechend der Theorie angewendet werden und wie sieht die Anwendung tatsächlich aus?
- Welche Ziele und Werte werden als besonders wichtig angesehen? Mit welcher Begründung? Mit welcher Offenheit für Andersdenkende?
- Wie wird der Mensch ganz allgemein in diesem Programm betrachtet? Wird der Mensch in seiner Ganzheit, Denken, Fühlen, Handeln, Geist, Körper, Mitmenschlichkeit, Willensfreiheit, Verantwortung ernst genommen? Wird er als selbstständig und aktiv oder nur als auf die Umwelt reagierend beschrieben?
- Wie wird nach diesem Konzept, nach dieser Methode Wissen erlangt, was gilt als Wissenschaft? Was und wie wird beobachtet? Wie wird das Beobachtete beschrieben? Wie kommt es dann zu Beurteilungen der Beobachtungen (d.h. wie wird interpretiert, welche Kriterien werden herangezogen, wird über die Schlussfolgerung diskutiert oder eine einzige als verbindlich angesehen? U.v.a.m.). Welche praktischen Konsequenzen werden daraus gezogen? Berechtigt?
- Welche Rolle spielen zeitliche Umstände? Wie und warum und aus welchen Anfängen hat sich dieser Ansatz entwickelt? Spielten bestimmte Zeitströmungen eine besondere Rolle? Ist das Konzept für bestimmte Lebensabschnitte gedacht? Werden Sofort-Lösungen versprochen?
- Wird der Mensch als Individuum ernst genommen? Werden Anlagen, Gefühle, Einstellungen, Handlungsmöglichkeiten, Ziele, etc. individuell berücksichtigt?
- Welche Rolle spielen die jeweilige soziale Situation und das Umfeld? Welche allgemeinen und individuellen Einflüsse der jeweiligen Lebensumstände wirken auf das Bewusstsein, Erleben und Verhalten?
- Welche Wechselwirkungen werden im Menschen und zwischen Menschen angenommen? Was spielt sich beim Wahrnehmen, Erinnern, Denken, Fühlen etc. innerhalb von und zwischen Menschen ab? Wie richtig sind diese Annahmen? Welche Auswirkungen haben sie?
- Welche Konsequenzen fordert das Konzept, die Methode für das persönliche Verhalten? Welche Verhaltensweisen sollen verändert werden, welche beibehalten? Wie wird das Verhalten beeinflusst? Woran erkennt man jemanden, der dieses Programm bei sich angewendet hat?
MinRat i.R. Mag.DDr. Franz SEDLAK
Dialog-Grenzen: Ihre Erkenntnis und Überwindung Überlegungen zur Verständigung am Beispiel der Psychotherapie
|
Wenn wir erkennen, dass unsere Dialog-Grenzen nicht selbstverständlich sind, dann haben wir die Chance, den eigenen Käfig zu entdecken, zu öffnen und eine Brücke zu anderen zu finden. Zu dieser konstruktiven Verunsicherung will der nachfolgende Text beitragen. Die Überlegungen zur Verständigung gelten in allen Lebensbereichen, in Familie, Schule, Freizeit, Beruf. Sie werden am Beispiel der Psychotherapie (als Förderung des Selbstwerts und der Beziehungsfähigkeit, als Erkenntnis und Überwindung unserer Dialog-Grenzen) veranschaulicht. (dialog-grenzen_01.pdf - 69 K) [ Herunterladen ] |
