Persönlichkeitsförderung
DAS ICH-DU-WIR-MODELL IN ERZIEHUNG UND UNTERRICHT
Das ICH-DU-WIR-MODELL wurde von Sedlak mit dem Ziel entwickelt, Persönlichkeitsförderung und Gemeinschaftsförderung miteinander zu verbinden. Die Ziele der einzelnen Module des Ich-Du-Wir-Konzeptes sind dementsprechend umfassend:
ICH-MODUL: Hier geht es um die die Betonung und Förderung der Individualität, der spezifischen eigenen Möglichkeiten, die Bewusstmachung der individuellen Verantwortung, Autonomie, um die Selbstwerdung. All dies ist gefragt, wenn es ein „Ich-Defizit“ gibt mit z.B. autoaggressiver Selbstabwertung.
Das ICH-MODUL ist aber auch gefordert, wenn es um die Prävention eines „Ich-Exzesses“ geht, egozentrische Wahrnehmung, infantile Selbstüberschätzung, geht, denn diese behindern einen unbefangenen, empathischen , selbstsicheren, unabhängigen Kontakt zum DU. Die Folgen einer zu starken Ichzentrierung sind vermehrte Versuche zur Aufrechterhaltung des Selbstwertgefühls ohne Beitrag zur Gemeinschaft.
DU-MODUL: Dazu gehört schon von früh an die Förderung von sozialen Verhaltensformen. Die Öffnung zur Partnerschaftlichkeit erfordert das empathische Eingehen auf das jeweilige DU, das Erkennen der verbalen und nonverbalen Signale in der Kommunikation. Insofern ist besonders die Kommunikationspsychologie hier heranzuziehen. Das DU-MODUL bietet sich an bei „DU-Mangel“ an, nämlich als Prävention von Rückzug, Duckmäusertum, Konkurrenzsucht usw. All dies kann nämlich sonst zu übermäßiger Bindung, Abhängigkeit von einzelnen Personen (z.B.Mutter-Kind-Symbiose;oft die Grundlage einer Schulphobie).
WIR-MODUL: Die Gemeinschaftsfähigkeit ist jene Integrationsleistung, die über die duale Sozialisation hinausgeht und eine Vielfalt von wechselnden Akkommodations -und Assimilationsprozessen erfordert. Gemeinschaftsfähigkeit ist die Ausweitung der Beziehung auf Gruppe und Gesellschaft. Das WIR-MODUL ist eine wichtige Präventionsmaßnahme, dann, wenn die Offenheit über das ICH bzw. DU hinaus fehlt und es dadurch zu Egoismus (allein oder zu zweit),d.h.Abschottung eines Subsystems gegenüber anderen, kommt. Das WIR-Modul kann in Verbindung mit dem ICH-Modul auch bei passiver Pseudoidentität durch Zugehörigkeit zu einer Gruppe (bzw.Gruppierung), Sektiererei, Vermassung gefordert sein. Der empathische Weg zum WIR, d.h. aber auch die verantwortliche Eingliederung in die Gesellschaft und die eigene Beitragsleistung sind dann nicht möglich.
Die ICH-DU-WIR-Betrachtung ermöglicht noch viele hier nur beispielhaft angedeutete pädagogisch-psychologische Zielsetzungen.
Die voll entfaltete Schulpartnerschaft zwischen Eltern, Lehrer/innen und Schüler/innen ermöglicht die Entwicklung, Nachreifung und Förderung der Ich-Stufe, Du-Stufe und Wir-Stufe. Diese einzelnen Entwicklungsstufen sind als Wechselwirkungszusammenhang, als Kreisprozess anzusehen, Selbstbewusstsein (ICH), Beziehungsfähigkeit (DU) und Gemeinschaftsorientierung (WIR) sind aufeinander angewiesen und fördern oder hemmen einander. Jede/r einzelne kann dazu beitragen: Wir lernen voneinander. Das Vorbild,Verständnis und die aktive Kooperation zwischen Lehrer/innen, Eltern und Schüler/inne/n macht die Schule zu einem Ort der Begegnung und Wertverwirklichung.
MinRat Mag.DDr.Franz Sedlak
Leiter der Abteilung Schulpsychologie-Bildungsberatung
im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
A 1014 Wien, Freyung 1 Tel. 0043-1-53120 2580
e-mail: franz.sedlak@bmukk.gv.at
sedlak
Führungsstil - Analyse
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Die Führungsstil-Analyse ist eine Anregung zur Selbsteinschätzung hinsichtlich Stärken und Schwächen, egal, ob diese Reflexion nun einzeln oder im Team, in der Gruppe, in der Ausbildung oder im Schulalltag geschieht. Das ist die Fähigkeit, aufgrund der eigenen Ressourcen den Anforderungen des Berufs in fachlicher und persönlicher Hinsicht entsprechen zu können (fuehrungsstilanalyse_netz_01.pdf - 824 K) [ Herunterladen ] |
Das Leben ist wert-voll!
Broschüre
Zielgruppe: Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Aus dem Inhalt:
Die drei Hauptstraßen der Sinnfindung
- Etwas Schaffen
- Etwas bewusst erleben
- In einer schwierigen Situation standhalten
Der Aktionsradius
- Sich um sich selbst kümmern
- Sich um andere sorgen
- Sich für die Umwelt engagieren
Werte in der Persönlichkeitsentwicklung
- Vertrauen schaffen
- Selbstständigkeit gewinnen
- Initiative entwickeln
- Die eigenen Fähigkeiten entwickeln
- Identität gewinnen
- Den persönlich passenden Lebensstil finden
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Download (Lebenwertv_01.pdf - 1.2 M) [ Herunterladen ] |
Auf die Haltung kommt es an
Broschüre
Zielgruppe: Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Über den Inhalt:
"Nehmen Sie Haltung an!" "Halte dich immer gerade!" "Du bist haltlos!". Mit dem Wort "Haltung" verbinden wir die unterschiedlichsten, nicht immer sehr positiven Erfahrungen. In der vorliegenden Broschüre geht es aber nicht um Mahnungen, Appelle oder gar Befehle. Vielmehr wollen die Autorinnen und der Autor eine Einladung aussprechen, wie man sich durch die richtige seelische, geistige und körperliche Haltung gesund, leistungsfähig und vor allem voller Wohlbefinden "halten" kann!
Das wichtige Thema wird aus psychologisch/ psychotherapeutischer, physiotherapeutischer, sonder- und heilpädagogischer Perspektive und aus dem Blickwinkel der rhythmisch-musikalischen Erziehung betrachtet und durch viele Anregungen und praktischen Impulse bereichert. Die Broschüre will Eltern, Lehrer/innen und Schüler/innen gleichermaßen ansprechen und zur Zusammenarbeit ermuntern.
Der Inhalt ist für Schüler/innen aller Schulstufen interessant, für die jüngeren wird allerdings eine entsprechende Aufbereitung durch Eltern oder Lehrkräfte notwendig sein.
"Auf die Haltung kommt es an!" Das ist der Tenor der Broschüre. Und wie das zu bewerkstelligen ist, wird auf anschauliche und informative Weise gezeigt!
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Download (Haltung_01.pdf - 4.6 M) [ Herunterladen ] |
Zeit ist kostbar – Freizeit auch
Broschüre
Zielgruppe:
Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Über den Inhalt:
"Zeit ist kostbar – Freizeit auch!". Das ist kein Appell für Zeitmanagement-Techniken (Z.B.: Wie kann man mehr in weniger Zeit erledigen?). Vielmehr geht es darum, dass unser Leben erfüllter wird, wenn wir bewusster mit der Zeit umgehen.
Überspitzt könnte man sagen, am "Raum" merken wir, dass wir da sind, an der "Zeit", dass wir leben! So wie es angenehm und unangenehm erlebte Räume gibt, so gibt es auch angenehm und unangenehm erlebte Zeiten. Meist sind es aber nicht die "von aussen her" gegebenen Situationen, die unser Zeiterleben bestimmen, sondern unser Umgang mit der Zeit selbst.
Gestaltete Zeit zeigt sich in verschiedenen Bereichen: Z.B. wie wir mit uns selbst, mit anderen, mit unserem Körper etc . umgehen.
Wer Zeit vertreibt, totschlägt, verrinnen lässt, abdriftet, sich betäubt; oder wer Zeit überfrachtet, zu viel auf einmal will, von einer hektischen Aktivität in die nächste stolpert; oder wer den vergangenen Zeiten nachtrauert oder den kommenden entgegenbangt, aber die Gegenwart übersieht; für all diese gilt, dass sie viel an Lebensqualität einbüßen, ja sogar typische Probleme herbei holen, oder vorhandene noch verstärken.
Wir verbringen sehr viel Zeit allein, miteinander, in der Ausbildungs- oder Arbeitsstelle, aber auch in der Freizeit. Es sind das alles Chancen, die wir nützen oder verpassen können.
Die in der Broschüre enthaltenen Gedanken regen zu einer Reflexion über die eigene Zeitgestaltung an. Diese ist nichts anderes als unsere Art zu leben. Und darüber lohnt es sich nachzudenken!
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Download (ZeitIstKostbar.pdf - 3.0 M) [ Herunterladen ] |
Einladung zur Psychohygiene - Schule zum Lebensraum gestalten
Buch
Zielgruppe: Lehrerinnen und Lehrer
Der Inhalt dieses Buches umfasst Bereiche wie: Körperbewusstsein, Erlebniskultivierung, bewusste Aktivität, Strategie und Kreativität als Problemlösung. Selbstbestimmung und Sinnorientierung, Soziales Engagement und Transpersonalität, Psychohygiene-Check, Habens-Modus und Sein-Defizit – Determinierung und Entkernung - Problematische Zeitgeistentwicklungen.
Worin besteht der Psychohygiene –Check, um nur ein Beispiel herauszuheben? Es sind Fragen wie: Bin ich erholt, regeneriert, entspannt? Wie intensiv kann ich Erlebnisse gestalten, genießen, wie aufnahmefähig bin ich? Bewege ich mich "richtig" oder bin ich angespannt, bewegungsarm, hektisch ...? Bin ich effektiv? Werde ich derzeit mit Problemen belastet, die mich überfordern? Bräuchte ich Methoden oder Ideen, wie ich besser zurechtkomme? Befinde ich mich derzeit in einer Sinnkrise?Erscheint mir alles frustrierend, grau, leer? Bin ich mir über mich überhaupt nicht im Klaren? Bin ich isoliert? Wäre es wünschenswert, mehr Kontakte oder zumindest eine hilfreiche Beziehung zu haben? Mache ich mir auch Gedanken über Zusammenhänge, die über meine Person und meine Gegenwart hinausreichen?
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Download (Psychohygiene_01.pdf - 3.7 M) [ Herunterladen ] |
Beziehungstrauma und Begegnungsraum - Mit Beiträgen von S. Sellnar und Chr. Reumann
Broschüre
Zielgruppe: Lehrer(innen), Erzieher(innen), Eltern
Aus der Einleitung:
"Die Auffälligkeiten im Verhalten unserer Kinder scheinen zuzunehmen, immer mehr beklagen sich Eltern, Lehrer/innen, Erzieher/innen, Mitschüler/innen über aggressives, unberechenbares, kränkendes Verhalten von Kindern. Sind es tatsächlich mehr Kinder, die diese Verhaltensauffälligkeiten zeigen, oder ist unser Blick genauer, schärfer geworden? Ist es die beziehungsreichere, weniger autoritäre Atmosphäre im Erziehen und Unterrichten, die den Kontrast zu Verhaltensschwierigkeiten stärker hervortreten lässt? Es besteht kein Zweifel, dass es Kinder gibt, die stören, weil sie selbst schon früh gestört, verstört wurden. Es besteht kein Zweifel, dass es Kinder gibt, die ihre seelische Belastung an andere weiter geben, sich vom Überdruck entlasten, indem sie andere belasten. Was aber tun? Die Schule ist keine Therapiestätte. Sie kann tiefe Wunden nicht heilen. Und wenn es um Störungen der Persönlichkeit geht, "beißen sich daran nicht sogar die Therapeuten die Zähne aus?" Es stimmt, Persönlichkeitsstörungen gehören zu den schwierigsten Behandlungsfällen. Aber vergessen wir andererseits die Chancen der Gemeinschaft in der Schule nicht: Unsere Kinder sind viele Tage, Wochen, Monate, Jahre zusammen. Sie können in dieser Gemeinschaft viel voneinander lernen. Es ist auch wichtig für die Lehrer/innen zu wissen, dass nicht jede Unterrichts-Störung durch auffällige Kinder mit der aktuellen Schul-Situation zu tun hat, geschweige denn ein persönlicher Angriff auf die Schule sein muss, sondern auf andere Erlebnisse zurück gehen kann.
Wir können grundsätzliche Elemente im Umgang miteinander und aneinander schulen. Diese Übungen nützen allen und helfen auch jenen, die aus ihrem Beziehungstrauma belasteter in die Schule kommen und den Begegnungsraum Schule noch nicht unbeschwert betreten können. Was sollten wir wissen?"
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Download (Beziehungstraum_internet_01.pdf - 852 K) [ Herunterladen ] |
Kreativität und Innovation
Broschüre
Zielgruppe:
Schüler/innen ab der 8. Schulstufe, Studierende, Eltern, Lehrer/innen, Erzieher/innen
Tipps für Schüler/innen von 14 bis 108 Jahren!
Nach einer Einführung in das überwältigende neuronale Potential des Menschen werden typische Chancen für Kreativität und Innovation dargestellt und mit vielen Anregungen und Beispielen anschaulich gemacht. Es werden die wichtigsten Begriffe und Phasen besprochen, es wird auf Problemlösungen im Alltag ebenso verwiesen wie auf die Anwendung von Kreativität in der Bildungs- und Berufsorientierung, wobei ein Wechsel zwischen lockerem (kreativ-assoziativem) und strengem (rational-logischem) Denken angeregt wird. Ein Modell zur Generierung von Innovationen wird vorgestellt.
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Broschüre (kreativitaetuinnovation.pdf - 412 K) [ Herunterladen ] |
Selbstcoaching in der Schule und anderswo
Buch
Zielgruppe: Lehrerinnen und Lehrer
Wenn Lehrerinnen und Lehrer mit dem Schulpsychologen sprechen, schreibt Dr.Gerhard Krötzl, Abt. I/15 (V/4) im BMUKK, geschieht dies oft aus einem Anlassfall heraus. Meist geht es dabei um Schwierigkeiten mit oder Sorgen um einen Schüler oder eine Schülerin. Der typische Gesprächsverlauf ist, dass der Lehrer oder die Lehrerin ausgehend von den Schwierigkeiten eines Kindes die eigenen Schwierigkeiten mit dem Kind und schließlich die eigenen immer wiederkehrenden Schwierigkeiten im Lehrberuf reflektieren kann und in allen Bereichen entsprechende Hilfen erhält. Dieser Reflexion dient auch dieses Buch, das verschiedene Möglichkeiten zur Optimierung der Selbststeuerung und interaktiven Hilfe aufzeigt.






