Asylsuchende Kinder und Jugendliche in Österreichs Schulen

Durch die große Anzahl von neu nach Österreich gekommenen Asylsuchenden ergibt sich die Situation, dass seit dem Schuljahr 2015/16 wesentlich mehr Schulen als bisher asylsuchende Minderjährige aufzunehmen und bestmöglich zu unterstützen haben: 68% der Gemeinden (und damit auch der Schulen) hatten hierin bis dato noch keinerlei Erfahrung.

Bei der Unterstützung von Schulen in dieser Thematik kommt den psychosozialen Beratungssystemen wie Schulpsychologie-Bildungsberatung, BeratungslehrerInnen, BetreuungslehrerInnen und PsychagogInnen, Schüler- und BildungsberaterInnen, SchulsozialarbeiterInnen und Jugendcoaches große Bedeutung zu. Diese Website dient deren Information.

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AKTUELL: Projekt Mobile Teams

Das Projekt "Mobile Teams" zur Unterstützung von Schulen bei der Integration von Flüchtlingskindern und -jugendlichen ist mit April 2016 gestartet.

Nähere Informationen HIER auf dieser Website.

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Grundsätzliche Regelungen im Hinblick auf den Besuch von Pflichtschulen

Die allgemeine Schulpflicht beginnt mit dem auf die Vollendung des sechsten Lebensjahres folgenden 1. September (§ 2 SchPflG) und dauert neun Schuljahre (§ 3 SchPflG). Sie gilt für alle Kinder, die sich dauernd in Österreich aufhalten, unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft und von ihrem aufenthaltsrechtlichen Status (§ 1 Abs. 1 SchPflG). Kinder, die sich nur vorübergehend in Österreich aufhalten, sind zum Schulbesuch berechtigt, jedoch nicht verpflichtet (§ 17 SchPflG). Die zuständige Sprengelschule hat alle schulpflichtigen Kinder, also auch Kinder von AsylwerberInnen oder Kinder, deren aufenthaltsrechtlicher Status nicht geklärt ist, aufzunehmen – bei Vorliegen des „dauernden Aufenthalts“ nach § 1 SchPflG, bei bloß „vorübergehendem Aufenthalt“ nach § 17 SchPflG. Das Aufnahmsverfahren ist grundsätzlich in § 5 SchUG geregelt. Eine allfällige Ablehnung der Aufnahme ist dem/der AufnahmsbewerberIn schriftlich unter Angabe der Gründe mitzuteilen (§ 5 Abs. 2 SchUG).
Anmerkung: Die Verweigerung der Aufnahme in eine allgemein bildende höhere Schule oder eine berufsbildende mittlere oder höhere Schule ausschließlich auf Grund fehlender Angaben zum Aufenthaltstitel ist nicht zulässig, wenn alle anderen Eingangsvoraussetzungen, wie entsprechende Zeugnisnoten oder eine bestandene Aufnahmsprüfung, gegeben sind.
Sollte der fremdenrechtliche Status einer Aufnahmsbewerberin bzw. eines Aufnahmsbewerbers unklar sein, wäre den Eltern (Erziehungsberechtigten) anzuraten, sich mit einer Beratungsstelle für MigrantInnen ins Einvernehmen zu setzen, um negative aufenthaltsrechtliche Konsequenzen für die/den Jugendliche/n nach Beendigung des Schulbesuchs zu vermeiden.

(Quelle und weitere Informationen siehe Referat für Migration und Schule)

Haftungsfragen

Gemäß § 44 a Schulunterrichtsgesetz (SchUG) können Schulleitungen geeignete Personen mit der Beaufsichtigung von Schülerinnen und Schülern in der Schule betrauen. Voraussetzung ist, dass die Sicherheit der Betroffenen gewährleistet und die Beaufsichtigung mit Blick auf die Aufgaben der Schule zweckmäßig ist. Es spricht daher nichts dagegen, wenn Schulleitungen schulfremde Personen, die sich zur Betreuung von Flüchtlingskindern in Schulen zur Verfügung stellen, mit deren Betreuung beauftragen, wenn sie diese Personen für geeignet halten, die
damit verbundenen Aufgaben zu übernehmen. Die Schulleitungen entscheiden auch, ob während der Betreuung Lehrpersonal anwesend sein soll oder ob die Anwesenheit von Lehrpersonen nicht erforderlich ist.

Die mit der Betreuung von Flüchtlingskindern beauftragten Personen üben Aufsicht im Sinn von § 51 Abs. 3 SchUG aus. Damit vollziehen sie eine gesetzliche Regelung und handeln hoheitlich. Weil das SchUG Bundesrecht ist, sind die Betreuungspersonen funktionell Bundesorgane. Es gilt für sie die Amtshaftung (§ 1 Amtshaftungsgesetz). Haftungsrechtlich sind Freiwillige, die Flüchtlingskinder in Schulen betreuen, Lehrkräften gleichgestellt.

(Quelle: Erlass GZ BMBF-10.010/112-III/11/2015 vom 24.9.2015 an alle LSR)

Informationen und Hilfestellungen

Bundeslandspezifische Informationen

Burgenland Handreichung Mobiles interkulturelles Team Burgenland
Kärnten Folder Mobile interkulturelle Teams des ÖZPGS
Niederösterreich  
Oberösterreich Merkblatt für Lehrer/innen in der Beschulung von Flüchtlingskindern
Salzburg

Handreichung Traumatisierte Flüchtlingskinder und -jugendliche    

Landesschulrat für Salzburg: Mobile interkulturelle Teams

Folder Mobiles interkulturelles Team Salzburg

Steiermark

Broschüre Mobiles interkulturelles Team Steiermark 

Landesschulrat für Steiermark: MIT - Mobile interkulturelle Teams

Tirol

Folder Mobiles interkulturelles Team Tirol

Landesschulrat für Tirol: Flüchtlingskinder und -jugendliche in Schulen  (Informationsmaterial, Kontaktdaten, rechtliche Daten) 

Vorarlberg Landesschulrat für Vorarlberg: MIT - Mobiles interkulturelles Team
Wien  

SUIZIDPRÄVENTION Austria

SUPRA-Portal: www.suizid-praevention.gv.at

 

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Link zur Schulpsychologie in Vorarlberg Link zur Schulpsychologie in Tirol Link zur Schulpsychologie im Kärnten