Psychotherapie und Psychosomatik
Kinder und Jugendliche sind nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern Menschen mit vielfältigen positiven und negativen Erfahrungen aus den ersten, prägenden Lebensjahren. In vielen Fällen kann die Schule mit gemeinschaftsbildenden, persönlichkeitsstärkenden psychologisch – pädagogischen ausgleichend, anreichern und festigend wirken. In anderen Fällen sind Ängste und psychische Beeinträchtigungen so massiv, dass sie einer psychotherapeutischen Hilfe bedürfen. Pädagogik und Psychotherapie können einander befruchten: Die Pädagogik kann präventiv wirken!
Ein besonderes Feld stellt die Psychosomatik dar, die Lehre von den komplexen Wechselwirkungen zwischen seelischem Erleben und körperlichem Befinden. Stress, Burnout, Somatisierung sind nicht nur Schlagworte: Dauerbelastungen können krank machen. Für die Psychosomatik gibt es unterschiedliche theoretische Grundannahmen. Jedenfalls ist auch die Lebenseinstellung, der Lebensstil verantwortlich für Gesundheit oder Krankheit.
Wo profitiert die Bildungsarbeit von der Psychotherapie?
Entwicklung heißt aus Fehlern lernen. Eltern können sich irren in ihren Erziehungsmethoden, die Lehrer ebenso. Verkettungen ungünstiger Umstände und auch unsere eigene mangelnde Einsicht oder Bereitschaft sind Stolpersteine. Sie gehören zur Entwicklung dazu; wir müssen Mut zum Experimentieren entwickeln mit und trotz unserer Fehlerhaftigkeit. Ebenso stellen Entwicklungskrisen keine Krankheit dar, sondern notwendige Passagen zu einem höheren Entwicklungsniveau. Manche Erziehungs-„Fehler“ oder ungünstigen Lebensumstände können aber die Persönlichkeitsentwicklung nachhaltig blockieren, sogar deformieren. Diese Leidenszustände kann nicht die Pädagogik, sondern nur die psychotherapeutische Behandlung mindern oder beheben. Psychotherapie und Pädagogik können sich aber auf vielfache Weise gegenseitig befruchten.
Die Psychotherapie kann der Pädagogik viele Hinweise für eine gesunde Entwicklung vermitteln. Das soll am Beispiel einiger psychotherapeutischer Verfahren und deren Grundsätzen demonstriert werden. Z.B.
1) Die klientenzentrierte, personorientierte Psychotherapie geht davon aus, dass jeder Mensch sich in einer positiven Atmosphäre positiv entwickeln kann, mit sich selber mehr in Einklang kommt und Defizite oder Beziehungsprobleme aus eigener Kraft und in seinem eigenen "Wachstums- und Reifungstempo" beheben lernen kann. Jeder Lehrer, jede Lehrerin ist in diesem Sinn ein evolutionsfördernder Begleiter der Selbstaktualisierung seiner Schüler, Studenten und geht mit diesen einen relativ langen und wichtigen Entwicklungsweg gemeinsam. Die immer größere Differenzierung im Bildungs- und Berufswesen verlangt als Ausgleich auch eine immer größere Integrationsfähigkeit. Deshalb kommt den Grundvariablen Wertschätzung (Respekt, Toleranz, Geltenlassen eines anderen Standpunktes usw.), Echtheit (Transparenz, situationsgerechte Offenheit usw.) und insbesondere gegenseitigem Verständnis (Einfühlung) eine tragende Bedeutung zu. Diese Grundhaltungen sind eine pädagogische Aufgabe ersten Ranges in einer Unterrichtsgestaltung als Beziehungsgestaltung und sollten in keiner pädagogischen Ausbildung unerwähnt bleiben.
2. Die Verhaltenstherapie geht von der großen Lern- und Selbststeuerungsfähigkeit des Menschen aus. Das gilt auch für die Pädagogik. Lernen bedeutet die Erweiterung der Verhaltensmöglichkeiten durch Wissenserwerb, Einsicht, Übung, Erfahrung. Viele Prinzipien der Verhaltenstherapie, z.B. Aufbau konstruktiver Verhaltensweisen durch positive Verstärkung, Löschung von destruktiven Verhaltensmustern, Veränderung von hemmenden Gedanken und Bewertungen haben Eingang in die Pädagogik gefunden.
3. Die Individualpsychologische Psychotherapie geht davon aus, dass sich der Mensch durch ungünstige frühe Lebenseinflüsse eine verzerrte Meinung von sich, seiner Umwelt und seinen Aufgaben bildet. Dann kann er von einer konstruktiven Lebensgestaltung abweichen und in einen Lebensstil abrutschen, der ihm und anderen auf lange Sicht gesehen schadet; z.B. wenn ein starkes Minderwertigkeitsgefühl durch besondere Tricks und Arrangements wettgemacht wird (Flucht in die Krankheit, in Überlegenheitsansprüche usw.) Zur Bildung gehört Lernen Lernen, das aber ist der Aufbau konstruktiver Problemlösungsstrategien und von positiven Alternativen zu trickreichen bzw. unverantwortlichen Arrangements. Erziehung zum Unmut, Übermut oder zur Mutlosigkeit findet dort statt, wo überfordert, unterfordert oder einseitig gefordert wird. Erziehen zur Verantwortung und Partnerschaftlichkeit, zur Kooperation, zum Mut lassen sich in vielerlei Form bewerkstelligen: z.B. als Installierung gegenseitiger Hilfemöglichkeiten in der Lernvorbereitung. Die Individualpsychologie hat sich sehr für Lehrer engagiert und das Prinzip des Gemeinschaftsgefühls und der Ermutigung in die Schulen getragen.
4. Die katathym imaginative Psychotherapie ermöglicht einen Einstieg in die Symbolwelt des Patienten: Je reifer die Symbolisierung des Patienten ist, desto größer ist seine Verarbeitungsfähigkeit gegenüber neuen Eindrücken, Erlebnissen und Erfahrungen. Der Mensch macht viele Erfahrungen zu einem Zeitpunkt, wo er zwar alles spürt, aber noch sehr wenig versteht und noch weniger ausformulieren bzw. ausdrücken und mitteilen kann. Je mehr aber im Unterricht neben der Sachvermittlung auch Ängste, Wünsche der Schüler angesprochen und gemeinsam diskutiert werden können bzw. Gefühle ernst genommen werden, desto aufnahmefähiger werden die Schüler, Studenten auch für den rationalen Anteil des Schullebens sein können.
5. Die Logotherapie-Existenzanalyse sagt: Der Mensch ist ein geistbegabtes Wesen und somit nicht bloß auf Erfolg oder Triebbefriedigung hin orientiert, sondern nach einem sinnerfüllten Leben strebend. Schule ist Ort der Wertrealisierung. Sinn muss im Hier und Jetzt gesucht und realisiert werden, auch wenn es Fernziele gibt. Daher muss sich die Schule bemühen, den Lehrstoff auf eine Art und Weise zu vermitteln, dass er sinnvoll erlebt und gestaltet werden kann. Psychotherapie und Pädagogik haben verschiedene Zugänge zum Menschen und verschiedene Aufträge.
Aber die fördernden Interventionen, von denen sich Psychotherapeuten leiten lassen, sind in angepasster Form auf die pädagogischen Zielsetzungen der Persönlichkeitsentwicklung transferierbar: Wir erwähnten Sensibilität, Kompetenz und Engagement in Erziehung und Unterricht; die Förderung von Echtheit, Wertschätzung und gegenseitigem Verstehen; die Förderung positiver Erfahrungen durch richtiges Lernarrangement, Feedback; die Förderung des Dialoges, der echt menschlichen Beziehung; das Berücksichtigen von Originalität, Kreativität, aber auch von Ängsten, Phantasien, irrationalen Gefühlen aufgrund der persönlichen Lebensgeschichte; das Engagement aller in der Schulgemeinschaft dafür, dass Schule Sinnmöglichkeit anbietet bzw. die Sinnsuche des jungen Menschen unterstützt. Förderung der Persönlichkeitsentwicklung ist eine Chance für Erziehung und Unterricht. Psychotherapie profitiert von der Bildung: Je mehr der Mensch von der Welt weiß, desto vielseitiger kann die Beziehung zur Welt gestaltet werden. Bildung ist Förderung der Persönlichkeitsentwicklung, ist Begleitung bei der Individuation, Sozialisation und bei der Auseinandersetzung mit der Kultur. Die Pädagogik kann sich aber umgekehrt in ihrer präventiven Aufgabe von der Erkenntnissen der Psychotherapie befruchten lassen. Die angeführten Psychotherapien sind nur Beispiele, sie ließen sich beträchtlich erweitern.
Worin liegt aber nun die besondere Chance der Pädagogik? Eine Pädagogik, die die psychotherapeutischen Erkenntnisse über gesunde und pathologische Entwicklungsfaktoren integriert hat und gesunde Entwicklung ermöglicht, Blockaden vermeidet, Störungen im Ansatz behebt, hilft beim Aufbau, sodass später wenig „repariert“ oder „umgebaut“ werden muss.
In welcher Form kommen Pädagogik und Psychotherapie praktisch miteinander in Berührung? Die Schulpsychologie hat z.B. tausenden Beratungslehrern die Grundhaltungen nondirektiver, klientenzentrierter Gesprächsführung und Beratung nahe gebracht. Wie die Beschreibungen der àSchweizer Schulpsychologie, der à Schulpsychologie in Deutschland und àSchulpsychologie in Österreich zeigen, ist das Grundverständnis von Problemlösungen im Bildungsbereich besonders stark durch die Erkenntnisse der Systemtheorie und der systemischen Psychotherapie beeinflusst worden. Die Psychologische Studentenberatung führt z.B. auch Schulung und Coachings für Tutoren durch und nützt dabei Erkenntnisse und Vorgangsweisen auf gruppendynamischer Basis. In Fortbildungen für Universitätslehrer werden diese auch mit unbewussten Determinanten des Prüfungsverhaltens Studierender vertraut gemacht (z.B. tief sitzende Ängste können den Prüfungserfolg verhindern). Beide Einrichtungen der Bildungspsychologie sensibilisieren Lehrende für die Berücksichtigung der (mehr oder minder verwundeten) Persönlichkeit. Broschüren der zentralen Leitung der Schulpsychologie und Psychologischen Studentenberatung im Bildungsministerium tragen psychologisches und psychotherapeutisches Gedankengut in die Klassenzimmer. Die angeführten Literaturbeispiele sind mit einem kursiven Hinweis auf die Therapieform versehen.
Sedlak F (1986) Grundlagen psychologischer und pädagogischer Maßnahmen beim Lösen von Schulschwierigkeiten. In: Sedlak F, Zeman M, Schulschwierigkeiten erkennen und lösen. Wien, Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Sport. S 43 – 113 (Es wird auf verschiedene Psychotherapieformen im Zusammenhang mit Pädagogik eingegangen)
ders. (1993): Viktor Frankl, "Kernaussagen zur Existenzanalyse, Logotheorie und Logotherapie. Video VHS. Medienservice des BM für Unterricht und Kunst. 80739
ders. (o.J.) Wir alle sind etwas Besonderes und unsere Gemeinschaft auch. Wien, BMUK (Individualpsychologische Gedanken zum Gemeinschaftsgefühl, zum Minderwertigkeitsgefühl)
ders. (Hg.) (1999) Auf die Haltung kommt es an! BMUK, S 16-22 (Kognitive Verhaltenstherapie)
ders. (2001) Das Leben ist wertvoll! Wien, BMUK (Sinnfindung)
ders. (2003) Das Zauberquadrat für richtiges Lernen. Wien, BMBWK (Verhaltenstherapeutisches Selbstmanagement)
Franz Sedlak
*) Mit Zustimmung des Autors entnommen dem Buch: Sedlak F (Hg) (2007) Psychologie und Psychotherapie für Schule und Studium. Ein praxisorientiertes Wörterbuch. Wien NewYork Springer
Beziehungstraum(a) und Begegnungsraum
Beziehungstraum(a) und Begegnungsraum: psychologische Grundlagen zu Missbrauch, Gewalt und Trauma. Der Inhalt dieser Broschüre steht auch als powerpoint für Vortrags- und Unterrichtstätigkeiten in der Schule zur Verfügung.
UND DENNOCH UNBEZWINGBAR! Wie wir Lebensprobleme bewältigen
Broschüre:
Wenn Schule und Studium auf das Leben vorbereiten, dann muss diese Vorbereitung auch den Umgang mit besonderen Lebensumständen enthalten wie traumatische Situationen, Leid, Krankheit, Verlust und Tod. Vor allem bedarf es einer offenen gesellschaftlichen Einstellung zu diesen Themen. Trotz vieler möglicher Assoziationen in Bezug auf verwandte Ideen, Ansätze und Konzepte konzentriert sich die Broschüre auf exemplarische Fallgeschichten aus der Psychotherapie.
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(unbezwingbar_web_02.pdf - 517 K) [ Herunterladen ] |
Dialog-Grenzen: Ihre Erkenntnis und Überwindung Überlegungen zur Verständigung am Beispiel der Psychotherapie
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Wenn wir erkennen, dass unsere Dialog-Grenzen nicht selbstverständlich sind, dann haben wir die Chance, den eigenen Käfig zu entdecken, zu öffnen und eine Brücke zu anderen zu finden. Zu dieser konstruktiven Verunsicherung will der nachfolgende Text beitragen. Die Überlegungen zur Verständigung gelten in allen Lebensbereichen, in Familie, Schule, Freizeit, Beruf. Sie werden am Beispiel der Psychotherapie (als Förderung des Selbstwerts und der Beziehungsfähigkeit, als Erkenntnis und Überwindung unserer Dialog-Grenzen) veranschaulicht. (dialog-grenzen_02.pdf - 69 K) [ Herunterladen ] |
Psychosomatik*)
Psychosomatik bezeichnet die (Lehre von der) Wechselwirkung zwischen Seele (Psyche) und Körper (Soma).
Körperliche, seelische, gedankliche Prozesse können über jede Eingangspforte den ganzen Körper, die Seele, unseren Geist positiv oder negativ beeinflussen (Sedlak 2001). Unsere Sprache verrät die Zusammenhänge: Aus der Haut fahren, etwas zu Herzen nehmen, etwas zum Kotzen finden u.v.a.m. Verschiedene Theorien erklären die Wechselwirkung (Speidel 1996).
Z.B.:
1) Das Konzept der Organneurose besagt, die unterdrückten Flucht-oder Angriffsreaktion bewirken eine Alarmreaktion des Körpers, dieser unterscheidet nicht zwischen echter und symbolischer Lebensgefahr und kommt aus dem Gleichgewicht.
2) Das Konzept des mechanischen Denkens, der Alexithymie („Leseschwäche des Gemüts“) bezieht sich darauf: Gefühle können nicht gut wahrgenommen, differenziert bzw. ausgedrückt werden können. Dadurch kommt es zu einer Sprache des Körpers, genauer, des Gewebes.
3) Die Annahme der Resomatisierung beinhaltet, dass Konflikte in Belastungsphasen wieder körperlich ausgedrückt werden, anstatt zu reiferen Möglichkeiten zu greifen.
4) Das Stressmodell führt an, dass lang anhaltender negativer Stress zum Zusammenbruch (Dekompensation) führt.
5) Die Annahme des locus minoris resistentiae (Ort des geringsten Widerstandes) im Körper meint: Problemstellen zeigen das Gesamtproblem an.
Wichtig ist der zugrunde gelegte Gesundheitsbegriff:
1) Die Regulationsmodelle peilen insbesondere die Bewegung zum Gleichgewicht an,
2) die Sinnorientierungsmodelle die Bewegung aus dem Gleichgewicht hin zur Herausforderung.
3) Den Kongruenzmodellen geht es um die Übereinstimmung der Person mit sich selbst. Wo das Gleichgewicht gestört, die sinnvolle Herausforderung fehlt, Fremdheit sich selbst gegenüber empfunden wird, kann es zur Erkrankung kommen.
Die Psychosomatik wirft die Frage auf, wie Körper und Geist (Seele) zusammen wirken können (Sedlak 2003). Dazu gibt es
1) monistische Lösungen (alles ist entweder nur Geist: Materie ist nur das Instrument für die Melodie. Alles ist Materie, der Geist nur Widerhall („Epiphänomen“) wie der Rauch beim Feuer.
2) dualistische Ansätze (Geist und Körper wirken aufeinander ein, oder sind parallel geschaltete autonome Systeme). Ein
3) reduktionistischer Ansatz sagt: Das Soziale ist nicht anderes als das Psychische, das Psychische geht auf das Biologische zurück, bald werden alle psychischen Phänomene neurobiologisch formuliert werden können. Die Biologie ihrerseits erklärt sich aus der Chemie und die Chemie ist nichts anderes als Physik. der Mensch als physikalische Maschine. Ein
4) Mehrebenenansatz sagt: Die Physik ist die Grundlage für die Chemie, aber auf der Ebene der Chemie gibt es etwas Neues (z.B. das Wasserstoffatom ist nicht nass, das Sauerstoffatom ist nicht nass – beide zusammen sehr wohl). Die Ebene der Biologie fußt auf der Chemie, aber hier gibt es wieder Neues z.B. Bewegung, Wachstum, Reife).Die Psychologie (Bewusstsein, Lernen, Empathie..) lässt sich nicht allein auf die Biologie zurückführen, und beim Sozialen gibt es gegenüber dem Psychischen wieder Neues (z.B. Technik, Kultur, Sprache). Dieses Auftauchen von Neuem nennt man Emergenz.
5) Dem teleologischen Ansatz nach verwirklicht sich ein vorgegebener Bauplan. Akzeptiert man die Höherentwicklung, dann ist es klar, dass ein rein naturwissenschaftlicher Ansatz, der das Psychische, Personale ausklammert, weder den gesunden noch den kranken Menschen vollkommen erfassen kann. Psychosomatisches Verständnis ist im Bildungsbereich besonders wichtig, z.B. beim Schulkopfschmerz, beim morgendlichen Erbrechen, bei allergischen Haut-Reaktionen etc. Die Bildungspsychologie setzt bei den Ursachen (Stress, übertriebener Ehrgeiz, Angst..) an.
Sedlak F (2001) Die Inbesitznahme eines eigenen Stück Landes- Der Körper als Fremdkörper oder als Erfahrungswelt. Vortrag Baden, Psychosomatiksymposium
Sedlak F (2003) Gibt es die Psychosomatik? Gibt es die Psychosomatik des Magen-Darm-Traktes? Vortrag Baden, Psychosomatik Symposium
Speidel H (1996) Konzepte und Störungsbilder in der psychosomatisch-psychotherapeutischen Medizin. In Meyer A, Freyberger H, von Kerekjarto M, Liedtken R, Speidel H (Hg) (1996) Jores Praktische Psychosomatik. Bern, Göttingen, Hans Huber
Franz Sedlak
*) Mit Zustimmung des Autors entnommen dem Buch: Sedlak F (Hg) (2007) Psychologie und Psychotherapie für Schule und Studium. Ein praxisorientiertes Wörterbuch. Wien NewYork Springer
SEELE-KÖRPER-GEIST - Ganzheit und Gleichgewicht als Grundlagen psychosomatischen Verständnisses
Gesundheit ist ein ganz hoher, für manche Menschen sogar der höchste Wert.
Psychotherapie und Psychologie haben durch die entsprechenden Gesetze ein neues Gesundheitsbewusstsein geschaffen: Der Mensch ist nicht mehr nur ein Opfer von Krankheiten, vielmehr kann er aktiv mithelfen, um gesund zu leben, oder zumindest sein Leiden besser zu bewältigen. Die Psychosomatik ist die Lehre von den Zusammenhängen zwischen dem seelischen Erleben und dem körperlichen Erleiden. Die vorliegende Broschüre will und kann nicht die umfangreiche Literatur zu diesem Thema ersetzen oder aufarbeiten. Es geht eher um das Bewusstmachen wichtiger Grundlagen des menschlichen (Zusammen-) Lebens. Diese Grundlagen sind ein ganzheitliches, Seele, Körper und Geist umfassendes Denken und Handeln einerseits und das Streben nach ausgewogener Selbst- und Beziehungsorientierung andererseits.
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(Seele_und_Koerper.pdf - 439 K) [ Herunterladen ] |


