Informationen zum Bewerbungsverfahren im Zusammenhang mit dem Call vom 11.5.2015

Mit 11.5.2015 wurde ein Aufruf zur Einreichung von Projektanträgen für "Maßnahmen zur Verringerung von Schulabsentismus in Sekundarschulen: Etablierung von Schulsozialarbeit" veröffentlicht.

Es handelt sich dabei um einen zweistufigen Call.

D.h., dass bis 29.5.2015 zunächst Erstanträge einzureichen waren, die vom BMBF grundsätzlich auf Erfüllung der Ausschreibungskriterien und in weiterer Folge am 16.6.2015 durch einen unabhängigen Beirat inhaltlich bewertet worden sind. Aus diesem Auswahlverfahren gingen 8 Projektanträge als prinzipiell förderwürdig hervor. Diese wurden nun zur endgültigen Antragstellung, die bis 17.7.2015 zu erfolgen hat eingeladen.

Im Mittelpunkt des Gesamtprojekts steht eine bundesweite Entwicklungspartnerschaft zur Schulsozialarbeit im Kontext von Schulstandorten mit hohem Anteil von SchülerInnen mit sozialer Benachteiligung. In jedem Bundesland mit Ausnahme des Burgenlandes können dafür auch konkrete Aktivitäten zur Schulsozialarbeit an, den Bedingungen entsprechenden, von der zuständigen Schulbehörde auszuwählenden Schulen durch einen Projektträger (Trägerverein für Schulsozialarbeit) gefördert werden.

Von den Projektträgern wird erwartet, dass sie neben den in den Callunterlagen erforderlichen Qualifikationsnachweisen insbesondere die Bereitschaft zur gemeinsamen Entwicklungsarbeit und Weiterentwicklung ihrer bisherigen Projektansätze und Umsetzungskonzepte zur Schulsozialarbeit mitbringen.

Diese Website enthält nützliche Informationen zur Antragstellung.

Aufruf zur Einreichung von Projektanträgen (Call-Unterlagen)

Unterlagen für die endgültige Antragstellung

Projektantragsformular:
Download Leitet Herunterladen der Datei einHIER
Erläuterung: Bitte die grün umrandeten Felder ausfüllen

Finanzplan:
Download Leitet Herunterladen der Datei einHIER
Erläuterung: Bitte im ersten Registerblatt die Gesamtsummen eintragen, die anderen Registerblätter dienen zur näheren Erläuterung bzw. Aufgliederung.

Grundlegende Rechtsvorschriften und Leitfäden
sind auf der Öffnet externen Link in neuem Fensteroffiziellen Website des ESF in Österreich verfügbar. Besonders hinzuweisen ist hier auf den Öffnet externen Link in neuem FensterLeitfaden für Begünstigte.

FAQs für Projektwerber

Welche Vereine sind berechtigt an der zweiten Stufe des Bewerbungsverfahrens teilzunehmen?

Jene Vereine, die aufgrund des ersten Auswahlverfahrens dazu eingeladen wurden. Es sind dies:

  • Kärntner Kinderfreunde - Antrag Nr. S-1.3/2
  • Verein Young (NÖ) - Antrag Nr. S-1.3/3
  • Institut für Soziale Kompetenz (OÖ) - Antrag Nr. S-1.3/4
  • Verein Spektrum (Sbg.) - Antrag Nr. S-1.3/5
  • Verein ISOP (Stmk.) - Antrag Nr. S-1.3/6
  • Institut für Sozialdienste (Vbg.) - Antrag Nr. S-1.3/8
  • Kultur- und Sportverein der Wiener Berufsschulen (W) - Antrag Nr. S-1.3/9
  • Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft (für Koordinationsaufgabe) - Antrag Nr. S-1.3/1

Welche Unterlagen müssen in der zweiten Stufe des Bewerbungsverfahrens beigebracht werden?

  • Der vollständig ausgefüllte Projektantrag (Download der entsprechenden Word-Datei siehe oben) in elektronischer und schriftlicher Form (mit rechtsgültiger Unterschrift)
  • Die erforderlichen Beilagen in elektronischer Form und/oder schriftlicher Form
  • Der genaue Finanzplan (Download der entsprechenden Excel-Datei siehe oben) in elektronischer Form

Woraus setzt sich die öffentliche Förderung der Vorhaben zusammen und wie wird dies im Finanzplan dargestellt?

Wie im Call ausgeführt ist, wird die Teilnahme an der Entwicklungspartnerschaft, ja nachdem, an wie vielen und welchen Schulen eines Clusters die zu entwickelnden Modelle erprobt werden, von folgenden Fördergebern über die gesamte Projektlaufzeit von 2 Jahren in folgender Höhe gefördert:

Fall A: Ein Cluster besteht aus mind. zwei Pflichtschulen und einer BMS

Nationale Kofinanzierung
- Bundesmittel€ 20.000
- Landesmittel€ 40.000
- andere öffentliche Mittel-
ESF-Mittel 50%€ 60.000

Wenn anstelle des Landes die Gemeinde die Kofinanzierung übernimmt, ist der entsprechende Betrag anstelle bei "Landesmittel" bei "andere öffentliche Mittel" einzutragen.
Die "Anwerbung" von Landes- bzw. Gemeindemitteln hat durch den Projektwerber zu erfolgen. Die zuständigen Stellen in den Landesregierungen sind bereits von dem Vorhaben informiert und wurden seitens des BMBF um Unterstützung ersucht. Im Projektantrag ist unter 10.2 der Status dieses Förderansuchens beschrieben: Die entsprechenden Beträge sind dann entweder unter "zugesagte Förderung" oder unter "beantragte Förderung" zu erfassen. Der Fördervertrag kann erst abgeschlossen werden, wenn eine offizielle Förderzusage des Landes bzw. der Gemeinde an das BMBF vorliegt. Die Bundesmittel sind unter "zugesagte Förderung" zu erfassen.

Fall B: Ein Cluster besteht lediglich aus einer BMS

Nationale Kofinanzierung
- Bundesmittel€ 20.000
- Landesmittel
- andere öffentliche Mittel-
ESF-Mittel 50%€ 20.000

Welche Aufwendungen können nicht gefördert werden?

Die endgültigen spezifischen Förderrichtlinien des Sozialministeriums für den ESF sind derzeit noch nicht genehmigt bzw. veröffentlicht.
Dieses Dokument vorwegnehmend kann aber mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass folgende Aufwendungen in einem ESF-Projekt nicht gefördert werden können und daher auch nicht in den Finanzplan aufgenommen werden dürfen:

  • Nicht projektbezogene Kosten, d.h. Kosten die im keinem Zusammenhang mit dem ESF-Projekt stehen;
  • Ausgaben, die nicht eindeutig dem Begünstigten oder der Zielsetzung des Vorhabens zurechenbar sind
  • Ausgaben, Steuern und Abgaben, die an Dritte weiterverrechnet und damit nicht vom Begünstigten getragen werden; dies gilt auch wenn der Förderungsnehmer – aus welchen Gründen immer – diese nicht tatsächlich zurückerhält, etwa weil er sie nicht geltend macht
  • Rücklagen und Rückstellungen;
  • Subaufträge, die die Kosten der Durchführung ohne erkennbaren Zusatznutzen für das Vorhaben erhöhen; bzw. in denen die Zahlung als Prozentsatz der Gesamtkosten des Vorhabens festgelegt ist;
  • Kalkulatorische Kosten (z. B. Unternehmerlohn, kalkulatorische AfA, kalkulatorische Miete);
  • Sachleistungen;
  • der Kauf von Möbeln, Betriebsmitteln und Fahrzeugen (die Abschreibung kann jedoch unter bestimmten Voraussetzungen förderungsfähig sein);
  • freiwillige Sozialleistungen ;
  • Sollzinsen und sonstige Finanzierungskosten (Kontoführungsgebühren, wenn ein ausschließlich projektbezogenes Konto eingerichtet wird, sind zuschussfähig);
  • Gebühren des allgemeinen Bankgeschäftes;
  • Repräsentationsausgaben und interne Arbeitsessen der Projektträger auch dann nicht, wenn sie steuerrechtlich zumindest teilweise als Betriebskosten angesetzt werden können

In welcher Weise erfolgt die Prüfung dieses endgültigen Projektantrages?

Die übermittelten Unterlagen werden an die dazu beauftragte externe Prüfagentur (PMC) weitergeleitet. Diese prüft die Unterlagen auf Vollständigkeit sowie insbesondere den Finanzplan auf Übereinstimmung mit den ESF-Förderrichtlinien. Weiters wird vom BMBF überprüft, ob die jedem Antragsteller im Anschluss an die Bewertung durch den Beirat übermittelten Empfehlungen zur Nachbesserung bzw. Schärfung der inhaltlichen Projektkonzeption im endgültigen Antrag umgesetzt wurden.
Aus diesen Prüfungen hervorgehende allfällige Nachbesserungsnotwendigkeiten werden rückgemeldet. Wenn Korrekturen und Ergänzungen vorzunehmen sind, ist der Antrag in veränderter Form mit individueller Fristsetzung nochmals einzureichen.

Wie werden die Schulen ausgewählt, an denen die Projektaktivitäten stattfinden sollen?

  • Die Schulen werden von der jeweils zuständigen Schulbehörde unter Einhaltung der vorgegebenen Rahmenbedingungen (gegebenenfalls unter Anhörung der Projektwerber und in Absprache mit der mitfördernden Landesbehörde) ausgewählt.
  • Dabei soll - dem Projektziel entsprechend - auch auf die Notwendigkeiten und Möglichkeiten für die Arbeit im außerschulischen Sozialraum Bedacht genommen werden.

Was ist für Projektwerber noch wichtig, zu wissen?

  • Voraussetzung der Förderung von Aktivitäten an Pflichtschulen ist die Einholung einer Förderzusage in Höhe von 50% der entsprechenden Kosten von der jeweils zuständigen Landesbehörde und/oder der Gemeinde.
  • 50% der förderbaren Kosten werden nach ordnungsgemäßer Dokumentation und nachfolgender mehrstufiger Prüfung der entsprechenden Belege über das BMBF aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds refundiert. Die Mittel können seitens des BMBF erst dann ausbezahlt werden, wenn sie von der EU eingelangt sind.
  • Dieser Vorgang erfordert - besonders dann, wenn die einschlägigen Abrechnungsvorschriften nicht schnell und genau erfüllt bzw. eingehalten werden - oft geraume Zeit. Eine entsprechende Finanzkraft des Projektwerbers zur Vorfinanzierung ist daher notwendig.