Berufe

Matura - und danach?

Fundierte Berufs- und Arbeitsmarktinfos erleichtern die "Qual der Wahl".

(Eine Information des AMS-Österreich)
 

Gibt es Sicherheit in der Berufswahl?

Übliche Antworten auf die Frage "Was willst Du nach der Matura machen?" sind Ärztin/Arzt oder Rechtsanwältin/Rechtsanwalt, Volksschullehrerin/Volksschullehrer oder Physiotherapeutin/Physiotherapeut …; manchmal erhält man auch die Antwort "Jus oder Medizin studieren", "etwas im Bereich Geschichte oder Wirtschaft" oder "…Computer und Neue Medien", "das HAK-Kolleg machen", vielleicht ist die Antwort auch nur ein ganz allgemeines "irgend etwas studieren" oder vielleicht eine "Fachhochschule" … Gar nicht so selten ist die Antwort aber auch ein bloßes "Ich bin mir noch nicht sicher" oder "Ich weiß es noch nicht".

Aber auch für diejenigen, die schon eine Entscheidung getroffen haben, ist damit noch nicht automatisch alles klar: In Befragungen zeigen sich zahlreiche Maturant/innen nicht wirklich sicher, ob sie die von ihnen gewählte Ausbildung tatsächlich beginnen werden und noch mehr haben Zweifel daran, ob sie ihren Berufswunsch einmal realisieren können.

Die Matura in der Tasche zu haben, ist auf jeden Fall ein Vorteil: Laut einer vom AMS erstellten Statistik beträgt das Arbeitslosigkeitsrisiko (im Durchschnitt 2019) von BHS-Maturant/innen 3,6% und das von AHS-Absolvent/innen 5,3%. Damit lagen sie zwar schlechter als die Akademiker/innen (3,1%), aber um einiges besser als Lehrabsolvent/innen (5,1%) und auch gut im Vergleich zur Gesamt-Arbeitslosenquote (6,5% im Jahr 2019).

Diese relativ günstigen Zahlen geben jedoch keine Auskunft darüber, welche Qualifikationen und nicht-formelle Ausbildungsabschlüsse Maturant/innen außer und nach der Matura noch erworben haben. Das gilt besonders für AHS-Maturant/innen. Die Möglichkeit, dass der Arbeitgeber bei voller Bezahlung die Ausbildung neuer Mitarbeiter/innen übernimmt, gibt es nur in gewissen Bereichen des öffentlichen Dienstes und der Wirtschaft (z.B. ÖBB, Fluglinien, Militär, Banken, Versicherungen). Mit einer berufsbezogenen Zusatzausbildung nach der Matura (ob lang oder kurz) oder einem Studium haben AHS-Maturant/innen im Allgemeinen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Informiert-Sein hilft, bessere Entscheidungen zu treffen.

Neben der Frage, welcher Beruf oder Ausbildungsweg mich interessiert oder zu meinen Fähigkeiten passt, stehen heute mehr denn je die Arbeitsmarkt- und Zukunftschancen der Berufe im Brennpunkt. Zu den eigenen Interessen, Neigungen und Fähigkeiten passen oft viel mehr Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten als die wenigen, die einem spontan einfallen.

Neben den BerufsInfoZentren des AMS, die umfassende Informationen und Orientierungshilfen gratis anbieten, stehen zahlreiche Tipps und Berufswahlhilfen auch onlinefür alle zur Verfügung. Es werden viele Antworten zu folgenden Fragen gegeben: Welche Ausbildung soll es sein? Was interessiert Sie besonders? Und wo liegen Ihre Begabungen? Wie sieht der Arbeitsalltag in einem Beruf aus? Welche Anforderungen müssen Sie erfüllen? Wie viel können Sie verdienen? Und wie gut sind Ihre Karrierechancen?

Benötigen Sie eine Orientierungshilfe für Ihre Berufswahl, ist der Berufskompass die richtige Adresse. Der in ca. 20 Minuten zu absolvierende Test schlägt zum Ihrem Ergebnis passende Berufe vor (darunter sind wahrscheinlich welche, von denen Sie bisher nichts gewusst oder die Sie noch nicht in Betracht gezogen haben) und präsentiert dazu auch gleich entsprechende Online-Berufsinformationen.

Das Qualifikationsbarometer zeigt Ihnen, in welchen Berufsbereichen Arbeitskräfte nachgefragt werden und mit welchen Qualifikationen Sie punkten können. Neben Experteneinschätzungen sind vor allem die Stelleninserate von 84 Tages- und Wochenzeitungen und den wichtigsten Online-Jobbörsen erfasst.

In der Weiterbildungsdatenbank des Arbeitsmarktservice Österreich finden Sie rasch den richtigen Kurs für Ihre berufliche Weiterbildung.

Jahrelanges Studium an der Universität und die dann anschließend oft noch erforderliche Spezialausbildung ist nicht jedermanns Sache. Kürzer und unmittelbar praxisbezogener sind da schon Fachhochschulstudiengänge und Bachelorstudien an Universitäten, Fachhochschulen und den Pädagogi­schen Hochschulen. Als weitere Alternative bieten sich kürzere, berufsbezogene Ausbildungen an. Bei­spiele dafür sind Kollegs, in denen man z.B. als AHS-Maturant/in den Abschluss einer berufsbildenden höheren Schule (meist in 4 Semestern) nachholen kann.

Entscheiden müssen Sie natürlich selbst, aber gute Entscheidungsgrundlagen sind kompetente Berufs- und Arbeitsmarktinformationen auf jeden Fall.

Auch die Wirtschaftskammer Österreich bietet mit dem Berufsinformationscomputer - BIC  ein umfangreiches Online-System zur Berufs- und Ausbildungsinformation, das auch ein "Interessensprofil" als Berufswahlhilfe umfasst.

Matura geschafft – und jetzt? Gleich in die Arbeitswelt eintauchen oder doch eine weitere Ausbildung anhängen? Die Broschüre  des AMS gibt Ihnen einen Überblick über die Situation und Chancen nach der Matura und zeigt Ihnen, wo Sie Beratung und Information, Tipps zur Bildungs- und Berufswahl, Jobmöglichkeiten nach der Matura, Weiterführende Ausbildungen und Trends in der Arbeits- und Berufswelt finden. Weitere aktuelle Broschüren finden Sie beim AMS-Forschungsnetzwerk

Weitere Arbeitsmarktdaten des AMS
(z.B. Akademikerarbeitslosigkeit nach Studienrichtungen, Arbeitslosigkeitsrisiko nach Bildungsabschluss): HIER klicken

Qualifikations-Barometer
Das AMS-Qualifikations-Barometer ist österreichweit das erste umfassende Online-Informationssystem zu Qualifikationstrends. Es bietet neben Detailinformationen auch einen raschen Überblick über die Trends in jedem Berufsbereich: HIER klicken

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