Schulreife - ein entwicklungspsychologisches Konstrukt

Jedes Kind bringt ein individuelles Leistungspotential im Alter des Schuleintrittes mit. Bezogen auf die Anforderungen der Schule kann man von Schulreife sprechen. Für diese in § 6 des Schulpflichtgesetzes verankerte Bezeichnung werden synonym auch bisweilen die Begriffe  "Schulfähigkeit" oder "Schulbereitschaft" verwendet.

Entwicklungspsychologisch gibt es Phasen (Entwicklungsschritte) in der Entwicklung der verschiedenen Leistungsbereiche. Schulreife ist damit ein Entwicklungsprozess. Dieser Entwicklungsprozess ist ein komplexes Zusammenwirken von Anlage und Umwelt (Fördereinflüssen). Heterogenität (unterschiedliche Leistungspotentiale) von Kindern beim Schuleintritt ist daher Normalität.

Schulreife bzw. Schulfähigkeit ist daher nicht nur als Eigenschaft des Kindes zu sehen, sondern hängt ganz entscheidend auch davon ab, in welcher Weise seitens der Schule mit unterschiedlichen pädagogischen Konzepten und Modellen auf das individuelle Leistungspotential von Kindern beim Schuleintritt reagiert wird. 

Weitere Informationen: Schulreife/Schulfähigkeit als entwicklungspsychologisches Konstrukt (Information der Abt. Schulpsychologie-Bildungsberatung in der Bildungsdirektion Wien)