Aufgaben und Angebote

Orientierungshilfe und Begleitung

An allen Schulen ab der 5. Schulstufe steht den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern zur Beratung bei Laufbahnfragen oder anderen Sorgen in der Schule entsprechend ausgebildetes Lehrpersonal zur Verfügung:

  • die Schülerberater/innen (an Neuen Mittelschulen, allgemein bildenden höheren Schulen und Bildungsanstalten für Elementarpädagogik und Bildungsanstalten für Sozialpädagogik)
  • die Bildungsberater/innen (an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen) .

Die Aufgabenfelder der Schüler- und Bildungsberatung

Schüler- und Bildungsberater/innen haben zwei Aufgabenfelder, die sich gegenseitig ergänzen und miteinander in Zusammenhang stehen:

  1. Information als Orientierungshilfe und Entscheidungsvorbereitung: Sie informieren über weiterführende Ausbildungsmöglichkeiten bzw. Ausbildungsalternativen. Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern werden über Bildungsgänge, deren Eingangsvoraussetzungen und Abschlussqualifikationen informiert. Die Information erfolgt durch Klassenvorträge, Vorträge bei Elternabenden, Weitergabe von Informationsmaterialien, die Einladung von externen Expertinnen und Experten sowie die Organisation von Exkursionen und Betriebsbesichtigungen.
  2. Individuelle Beratung und Vermittlung von Hilfe: Schüler- und Bildungsberater/innen bieten Schülerinnen und Schülern bzw. deren Eltern individuelle Beratung an. Diese Beratung kann Laufbahnfragen und/oder andere persönliche Probleme betreffen (z.B. Lern- oder Verhaltensschwierigkeiten) bzw. auch in der Vermittlung von Hilfe durch andere Beratungs- oder Betreuungseinrichtungen zum Ausdruck kommen. Schüler- und Bildungsberater/innen sollen in diesem Sinn eine erste Anlaufstelle für Schwierigkeiten in und mit der Schule darstellen.

Neben direkten Fragen zur Schullaufbahnwahl sind die Schülerberater/innen und Bildungsberater/innen auch Gesprächspartner/innen bei persönlichen Problemen. Das „Nicht-Wollen“ kann auch ein „Nicht-Können“ in dem Sinn sein, dass im Leben derzeit andere Probleme vordringlicher sind als die mit „der Schule“.

Zu unterscheiden ist die Tätigkeit der Schüler- und Bildungsberater(innen) vom Berufsorientierungsunterricht. Während es im Falle der Schülerberatung um Information und Beratung (Schullaufberatung und Informationen für Bildungswegentscheidungen, Problemberatung, Systemberatung) geht, ist der Berufsorientierungsunterricht Unterricht, der Wissen und Erfahrungen vermitteln und Impulse zur persönlichen Auseinandersetzung mit Fragen der Berufs- und Bildungswahl geben soll. Die Beratung durch die Schülerberaterin bzw. den Schülerberater erfolgt freiwillig, individuell und vertraulich, die Teilnahme am Berufsorientierungsunterricht ist verpflichtend.