Schulpflicht und Schülereinschreibung

Für alle Kinder, die sich in Österreich dauernd aufhalten, besteht allgemeine Schulpflicht. Dies gilt für alle Kinder, unabhängig von deren Staatsbürgerschaft.Unter dauerndem Aufenthalt ist zu verstehen, dass die Kinder zumindest für die Dauer einer Beurteilungsperiode (ein Semester) in Österreich bleiben.

Die allgemeine Schulpflicht beginnt mit dem auf die Vollendung des sechsten Lebensjahres folgenden 1. September und dauert neun Schuljahre.

Die Erziehungsberechtigten von schulpflichtig gewordenen Kindern erhalten von der Gemeinde eine Einladung zur Schülereinschreibung. Es besteht die gesetzliche Verpflichtung, dieser Einladung nachzukommen.

Weitere Informationen:
https://www.bmb.gv.at/schulen/service/schulinfo/aufnahme_vs.html 

Vorbereitung auf die Schule

Sinnvolle Schulvorbereitung bedeutet nicht, schulisches Lernen vorwegzunehmen, Kinder sollten in ihrem Wissensdrang aber auch nicht behindert werden.

Was zu guter Schulvorbereitung beiträgt:

  • Gemeinsam spielen.
  • Miteinander reden, Fragen beantworten, Erlebnisse besprechen, das Kind zum Erzählen ermuntern und ihm zuhören, Erfahrungen austauschen.
  • Bilderbücher gemeinsam anschauen und darüber sprechen.
  • Geschichten vorlesen, erzählen und darüber reden.
  • Dem Kind kleine Aufgaben, die aus mehreren Schritten bestehen eigenverantwortlich übertragen
  • Die Freude am Zeichnen und Malen fördern – ohne korrigierend einzugreifen.
  • Hand- und Fingerfertigkeit üben: ausmalen, Formen kneten, große Perlen auffädeln, einfache Figuren ausschneiden.
  • Dinge des Alltags beobachten, vergleichen und beschreiben (beim Spielen, Einkaufen, Spazierengehen); Farben erkennen; die Anzahl von Gegenständen auf einen Blick erfassen (z. B. drei Äpfel, vier Löffel).
  • Möglichkeiten für Kontakte zu Gleichaltrigen schaffen

Schulreife

Im Rahmen der Schuleinschreibung hat der Schulleiter auch die so genannte Schulreife des Kindes zu beurteilen.

Diese besteht aus folgenden Bereichen:

  • Emotionale Reife (Interesse und Neugierverhalten, Erfolgsmotivation, psychische Stabilitat, realistische Einschatzung der eigenen Leistung, Selbstständigkeit)
  • Kognitive Reife (Bestimmte Denkoperationen durchführen, Merkfähigkeit, Sprachkompetenz, Grundfunktionen der Wahrnehmung, numerische Fähigkeiten)
  • Körperliche Reife (allgemeiner Entwicklungsstand, Körpergröße, Proportionen, neurofunktionelle Reifung, motorische Geschicklichkeit)
  • Soziale Kompetenz (Fähigkeit, sich in eine Gruppe einzuordnen, Regelbewusstsein, eigene Wünsche/Bedürfnisse zurückstellen können)