Kolleg

Kollegs bieten Absolventinnen und Absolventen einer

  • allgemein bildenden höheren Schule (Reifeprüfung) oder
  • berufsbildenden höheren Schule einer anderen Fachrichtung (Reife- und Diplomprüfung),
  • Berufsreifeprüfung oder
  • Studienberechtigungsprüfung für den entsprechenden Bereich

die fachtheoretische und praktische Ausbildung einer berufsbildenden höheren Schule bzw. einer höheren Anstalt der Lehrer- und Erzieherbildung. Diese Ausbildung dauert in der Regel 4 Semester (bei Kollegs für Berufstätige 6 Semester) und schließt mit einer Diplomprüfung ab (Anerkennung innerhalb der EU als gleichwertig mit Diplomniveau 2 - siehe nebenstehende Erklärung).

Einige Kollegs sind derart aufgebaut, dass sie auch – ohne Vorliegen der oben genannten Voraussetzungen - von Absolvent(inn)en einschlägiger Fachschulen besucht werden. Diese müssen im ersten Jahr dann ein sogenanntes „Allgemeinbildungsmodul“ (im Gegensatz zum „Fachbildungsmodul“ für Maturant(inn)en) besuchen.

Absolventinnen und Absolventen einer technischen Ausbildung an einem Kolleg können nach mindestens dreijähriger einschlägiger Berufspraxis beim Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten um Verleihung der Standesbezeichnung "Ingenieur" ansuchen. Nach sechsjähriger einschlägiger Berufspraxis besteht die Möglichkeit (nach Ablegung einer kommissionellen Prüfung und Abfassung einer Arbeit aus dem Fachbereich), die Bezeichnung "Diplom-HTL-Ingenieur" verliehen zu bekommen.

Vergünstigungen gelten für die meisten Studierenden, doch gibt es auch Ausnahmen. So besteht neben der Schulbeihilfe Anspruch auf Heimbeihilfe, wenn der Schüler zum Zwecke des Schulbesuches außerhalb des Wohnortes seiner Eltern leben muss (ausgenommen Berufstätige). Auskünfte über die genauen Bestimmungen sind bei den Schuldirektionen zu erfragen.

Unter Umständen müssen Kollegs, für die sich nur wenige Interessent/innen melden, abgesagt werden.

Adressen und weitere Infos:
Schoolfinder im Infospace der berufsbildenden Schulen: Opens external link in new windowHier klicken

EU-Diplomniveau 2
Gemäß Richtlinie der EU-Kommission 95/43/EG vom 20. Juli 1995 ist die Ausbildung an berufsbildenden höheren Schulen und deren Sonderformen eine Diplom-Ausbildung und somit postsekundären beruflichen Ausbildungen in anderen EU-Mitgliedsstaaten gleichgestellt.

powered by SIWA
Link zur Schulpsychologie in Vorarlberg Link zur Schulpsychologie in Tirol Link zur Schulpsychologie im Kärnten