Mobbing
Was ist Mobbing?
Mobbing ist überaus schadhaftes, anti-soziales Verhalten mit langanhaltenden und weit reichenden negativen Folgen. Jedes zehnte Kind bzw. jeder zehnte Jugendliche in österreichischen Schulen ist Opfer von Mobbing. Es ist eine Form von aggressivem Verhalten, das von einer einzelnen Person oder ganzen Gruppe über einen längeren Zeitraum ausgeführt wird. Ziel ist es, ein oder mehrere schwächere Opfer absichtlich zu schädigen oder zu verletzen.
Merkmale von Mobbing
- Schädigendes Verhalten: Körperliches und/oder seelisches verletzendes Verhalten, das offen und/ oder verdeckt abläuft.
- Wiederholung über einen längeren Zeitraum: Bei Mobbing handelt es sich um einen wiederholten, über einen längeren Zeitraum andauernden Machtmissbrauch in Beziehungen.
- Machtungleichgewicht: Ein Kind hat mehr Macht über ein anderes schwächeres Kind, das dieser negativen Beziehung nur schwer entkommen kann.
- Hilflosigkeit: Die betroffenen Schülerinnen und Schüler fühlen sich der Situation hilflos ausgesetzt
Aufgrund des systematischen Auftretens sind die Folgen von Mobbing gravierend. Da das Verhalten nicht von allein wieder aufhört ist es wichtig, dass Erwachsene konsequent eingreifen. Wir empfehlen Schulen zur Prävention von Gewaltvorkommen in Klassen Maßnahmen zur Verbesserung des Schul- und Klassenklimas. Mittels der Online Instrumente zur Selbstevaluation AVEO-S und AVEO-T kann das Gewaltvorkommen erfasst werden.
Auswirkungen und Ursachen
Mobbing mindert das Selbstwertgefühl, fördert Schuldgefühle, schränkt die Handlungsfähigkeit bis zur Handlungsunfähigkeit ein, führt zu Hilflosigkeit und bewirkt dauerhafte psychische und gesundheitliche Beeinträchtigungen. Es wirkt sich negativ auf das Klassenklima aus, beeinträchtigt die Lernleistungen, begünstigt Feindseligkeiten und leistet negativen gruppendynamischen Formierungen Vorschub. Es kommt zu Polarisierungen in Opferrolle und Täterrolle. Die Ursachen für die Rollenentwicklung (Täterinnen und Täter/Opfer) sind vielfältig: Familiäre Situation, sozialer Status, soziale Indikatoren wie Markenbekleidung, bestimmte Verhaltensweisen oder Eigenschaften, Schul/Klassenklima, Gruppendruck, …
Was tun? Hinschauen und Handeln!
- Rückhalt und Unterstützung bei Verbündeten in der Klasse/Schule suchen
- Das Problem ansprechen und mitteilen (Eltern bzw. Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte, Schulleitung)
- Ein Mobbingtagebuch anlegen
- Die Schulpsychologie (Adressen unter www.schulpsychologie.at) kontaktieren
Broschüren, Webseiten und Videos
Mobbing an Schulen - Leitfaden
Ein Leitfaden des BMB für die Schulgemeinschaft im Umgang mit Mobbing bei Schülerinnen und Schülern!
Bestellmöglichkeit
Modulreihe „Mobbing vorbeugen und gezielt intervenieren“
Zentrum für Gewalt- und Mobbingprävention und Persönlichkeitsbildung
In dieser erstmals durchgeführten Modulreihe (Start Nov. 2026) stärken und entwickeln Lehrkräfte mit einschlägigen Eingangsvoraussetzungen ihre Kompetenzen insbesondere hinsichtlich:
- Mobbing-Prävention
- Vorgehensweise bei Mobbingverdacht
- Intervention bzw. Case Management bei Mobbingverdacht im Rahmen von Kinderschutz
- Gesprächsführung bei Gewaltdynamiken und systemische Kompetenz
- Sicherung und Nachhaltigkeit der Intervention
- Anknüpfung an Schulentwicklung
Die Reihe findet in 5 Modulen in Präsenz wechselnd in Eisenstadt und Graz in Kooperation mit der Fachstelle Mobbing der KiJA Steiermark statt. Anmeldungen bitte an Mag.a Nikola Hahn-Hoffmann, E-Mail: nikola.hahn-hoffmann(at)ph-burgenland.at
Wie Eltern im Fall von (Cyber)Mobbing auch seitens der Schule unterstützt werden können & wie Kooperation gelingen kann
Videobeitrag von Ines Campuzano, Rat auf Draht
Dieser Fachbeitrag des Zentrums für Gewalt- und Mobbingprävention und Persönlichkeitsbildung (ZGMP) an der PPH Burgenland gibt Impulse zum Umgang mit Eltern im Falle von (Cyber)Mobbing und schöpft aus der Erfahrung der Rat auf Draht Elternseite.
Mobbingprävention im Lebensraum Schule
Handreichung
Ziel dieser Handreichung des Zentrums für Gewalt- und Mobbingprävention und Persönlichkeitsbildung (ZGMP) an der PPH Burgenland ist es, Lehrkräfte sowie Schulleitungen ein Werkzeug in die Hand zu geben, Mobbingprävention am Schulstandort professionell zu implementieren und/ oder zu erweitern. Mobbingprävention kann nachhaltig gelingen – wenn das pädagogische Handeln professionell darauf ausgerichtet und Präventionsarbeit konsequent in den Schul- und Unterrichtsalltag einbezogen wird.
"Mobbing?"- Film
Begleitheft zum Film des Zentrums für Gewalt- und Mobbingprävention und Persönlichkeitsbildung (ZGMP) an der PPH Burgenland
Initiative Wohlfühlzone Schule
Die Initiative möchte Pädagogische Hochschulen und Akteurinnen und Akteure im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention dazu motivieren, Schulentwicklungsprozesse zum Thema Psychosoziale Gesundheit und (Cyber-)Mobbingprävention an Schulen mit definierten Eckpunkten zu initiieren und zu begleiten.
WohlfühlPOOL
Plattform des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, die in Kooperation mit dem Fonds Gesundes Österreich umgesetzt wird.
Mobbing oder Konflikt
Infos auf der BMB-Webseite
Was tun bei Mobbing in der Schule?
Rat auf Draht gibt Tipps dazu.
Zentrum für Gewalt- und Mobbingprävention und Persönlichkeitsbildung - PPH Burgenland
Der Leitgedanke unserer Arbeit im Zentrum für Gewalt- & Mobbingprävention und Persönlichkeitsbildung (ZGMP) ist, Lehrkräfte dabei zu unterstützen, Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu empathischen, selbstbewussten, selbstverantwortlichen und beziehungsfähigen Personen zu begleiten und zu fördern.
Initiative "Miteinander statt Mobbing" - Kompetenzzentrum Mobbing Wiener Jugendrotkreuz
Zahlreiche Infos zum Thema Mobbing (Podcasts, Literatur, Broschüren usw.)